Praxistest: Panasonic Lumix DMC-LX15

Praxistest: Panasonic Lumix DMC-LX15

Hochwertige Highend-Kompaktkameras sind in. Sony hat mit seinen RX100 Modellen schon seit einiger Zeit eine leistungsstarke Serie im Programm. Die Bildqualität dieser Kameras liegt durch Ihre großen Sensoren, den hochwertigen lichtstarken Objektiven und anderer Ausstattungsmerkmale deutlich über der Bildqualität von Handys oder Standard Kompaktkameras.

Mit der Panasonic DMC-LX15 hat Panasonic nach nun rund 2 Jahren zur DMC-LX100 eine zweite Highend Kompaktkamera vorgestellt. Im Vergleich zur LX100 besitzt die LX15 das deutlich kleinere und leichtere Gehäuse, dafür verfügt sie über keinen Sucher. Trotz eines 1" Sensors und einer hochlichtstarken Leica Optik mit 1,4 Anfangslichtstärke, ist die LX15 nur 310gramm leicht bei Abmessungen von ca. 105x60x42mm. Die hochwertig verarbeitete Edelkompakte liegt prima in der Hand und die Bedienelemente lassen sich gut erreichen. Das rückwärtige 3“ Touch-Display lässt sich klappen, um auch Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven zu ermöglichen. Um das Objektiv gibt es einen manuellen Blendenring und einen zweiten Einstellring der sich individuell programmieren lässt. Hier hat Panasonic sehr gute Arbeit geleistet, um auch Fotografen die gerne manuell arbeiten wollen, zu unterstützen. Sowohl Haptik als auch die Kamerabedienung ist vorbildlich.

Über die FN1 Taste lässt sich die geniale 4K Fotofunktion aufrufen. Wählt der Anwender diesen Modus aus, wird eine 4K Videodatei mit 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Es handelt sich hier um ein Video im MP4 Modus, wobei jedes Einzelbild mit 8 Megapixel (3840x2160 Pixel) aufgezeichnet wird. 3 Modi kann der Anwender im 4K Fotomodus wählen. Im Pre-Burst Modus zeichnet die Kamera im Hintergrund auf und hält das Video im Speicher. Sobald der Auslöser gedrückt wird, zeichnet die LX15 1 Sekunde davor und danach auf. Dieses 2 Sekunden Video, bestehend aus 60 Bildern, wird auf der Speicherkarte abgespeichert. Im 4K-Serienmodus und 4K Start/Stop Modus ändert sich nur die Art des Start und Stops der Aufnahme. Der 4K-Serienmodus zeichnet so lange auf, wie der Finger auf der Aufnahmetaste verbleibt. Die 4K Start/Stop Funktion startet die Aufnahme dagegen, wenn der Auslöser gedrückt wird und stoppt, sobald der Anwender den Auslöser wieder drückt. Kommt also der entscheidende Moment, drückt man den Auslöser für einige Sekunden und zeichnet auf. Ist die Aufnahme beendet, kann ich nun das Video wiedergeben und per Timeline sehr schnell das perfekte Bild mit 8 Megapixeln abspeichern. Einfach klasse, wie einfach und schnell diese Funktion zu bedienen ist. Wichtig ist hier, eine schnelle und ausreichend große Speicherkarten zu verwenden. Zu empfehlen sind Karten mit UHS-I oder UHS-II Speichertechnologien. Verwendet habe ich in der LX15 die Lexar 1000x mit 64GB.

Über die FN2 Taste kann man die Post Focus Funktion auswählen. Sobald hier der Auslöser gedrückt wird, erzeugt die Kamera ebenfalls eine 4K Videodatei, aber in verschiedenen Schärfenebenen. Die Scharfeinstellung der LX15 wird mit 49 unterschiedlichen Fokuspunkten von Nah bis Fern durchfahren. Nach der Aufnahme kann der Fotograf den Fokusbereich auf dem Touchscreen auswählen und das gewünschte Bild mit der richtigen Schärfenebene abspeichern. Die Post Focus Aufnahme empfiehlt sich z.B. im Bereich der Makrofotografie. Der Fotograf kann nun nach der Aufnahme den Schärfenbereich ganz exakt wählen. Ganz neu in Panasonic Kameras ist die Funktion Focus Stacking. Diese baut praktisch auf Post Focus auf und setzt die Schärfenebenen aus verschiedenen Bildern nach Wunsch des Fotografen zu einem Bild mit durchgängiger Schärfe im Wunschbereich zusammen. Mit Focus Stacking eröffnen sich dem Fotografen neue, kreative Möglichkeiten in der Bildgestaltung. Die Schärfentiefe lässt sich erweitern oder auch gezielt auf einen kleinen Bereich begrenzen. Focus Stacking ist generell nichts neues, aber bisher in dieser Form in keinem Kameramodell vorhanden gewesen. Wie genial Panasonic die Funktion in den neuen Modellen DMC-LX15, DMC-G81 und DMC-FZ2000 verbaut hat verdient schon ein Sonderlob.

Neben den 4K Fotofunktionen kann die LX15 natürlich auch richtige Videos aufzeichnen. Hier steht 4K (3840x2160 ) mit 30p, 25p oder 24p zur Verfügung. In Full HD ( 1920x1080 ) sind bis zu 60p möglich. Eine Superzeitlupe mit 25P / 100 Bilder/sek. ist ebenfalls mit an Bord.

Neben den üblichen Videomodi gibt es auch ein Zeitraffer und Animationsmenü. Der Fotograf programmiert hier nach Wunsch eine Fotoserie die dann am Ende als Video zusammengefügt wird. Die Einzelbilder stehen dem Fotografen hier auch zur Verfügung um diese auch einzlen verwenden zu können.

Fazit:
Mit der DMC-LX15 hat Panasonic die Messlatte für die Konkurrenz hoch gelegt. Verarbeitung und Haptik sind toll, die Bildqualität der Leica Optik ist spitzenklasse. Die Austattung mit 3" Touchmonitor, 5-Achsen Bildstabilisator, WIFI Fähigkeit und manuellen Einstellrädern lässt kaum Wünsche offen. Suchen Sie eine Kompaktkamera mit hochwertiger Bildqualität sollte die LX15 mit die erste Wahl sein.

 

Folgende Produkte wurden verwendet:

Panasonic Lumix DMC-LX15 schwarz

Lexar Professional 1000x UHS-II 64GB SDXC 150MB/s

 

 

Zeitraffer mit der Panasonic DMC-LX15: