Praxistest: Panasonic Lumix DMC-G6 + Sigma 60mm 2.8 DN MFT

Praxistest Panasonic Lumix DMC-G6 + Sigma 60mm 2.8 DN

Die Kombination Panasonic DMC-G6 + Panasonic G Vario 14-140mm F3.5-5.6 ASPH. POWER O.I.S  ist eine schöne Variante für fast alle Motivsituationen. Allerdings fehlte beim 14-140mm ab und zu die Lichtstärke, um beim leichten Tele auch den Hintergrund in Unschärfe stellen zu können. Für diese Zwecke ist das Sigma 60mm 2.8 DN die ideale Optik.

Das leichte Sigma 60mm 2.8 DN ergibt an Panasonic/Olympus MFT Kameras ein 120mm Teleobjektiv. Genau die richtige Telebrennweite für Portraits aus mittlerer Distanz mit schöner Hintergrundunschärfe.

Im Lieferumfang befinden sich Gegenlichtblende, beide Deckel und ein Transportköcher. Das 60mm hat ein hochwertiges Metallbayonett und insgesamt wirkt die Haptik und Verarbeitung für ein Objektiv in der 200 Euro Preisklasse sehr hochwertig. Für den manuellen Scharfeinstellbetrieb verfügt die Optik über einen breiten, aber auch etwas glatten Scharfeinstellring. Im Makrobereich habe ich die manuelle Scharfeinstellung häufig verwendet und war mit der schnellen Bedienung und den kurzen Scharfeinstellwegen des Scharfeinstellrings sehr zufrieden. Kombiniert habe ich das Sigma 60mm 2.8 DN mit einem DHG Achromaten +5, um die Optik auch für Telemakroaufnahmen zu verwenden.

Im AF Betrieb ist das 60mm durch seinen linearen AF-Motor sehr schnell und leise. In Verbindung mit der Panasonic Lumix DMC-G6 machte die Kombination Freude durch die schnelle, unkompizierte Bedienung.

Überrascht hat mich die außergewöhliche Bildqualität, auch schon bei Offenblende. Schon mit 2.8 sind die Fotos bis an den Bildrand scharf und leichtes Abblenden steigert diese noch einmal deutlich. Das leichte Portraittele kann sich durchaus mit weitaus teureren Varianten vergleichen. Das Bokeh der Optik wirkt sehr harmonisch und es entstehen keine unschönen Abrisskanten. In Gegenlichtsituationen neigt die Optik nicht zu großer Streulichtempfindlichkeit. Trotzdem sollte natürlich immer die mitgelieferte Gegenlichtblende verwendet werden.

Für den Makrobereich kann ich das Sigma 60mm 2.8 DN in Verbindung mít Zwischenringen oder DHG Achromat ebenfalls empfehlen. Gerade bei kleinen Motiven hilft die 2.8 Anfangsöffnung das Motiv schön vor dem Hintergrund freizustellen. Ich habe mich für einen Dörr DHG Achromaten +5 entschieden, da dieser weniger Lichtverlust als ein Zwischenring verursacht.

 

Fazit:
Wer ein leichtes, günstiges Potraittele sucht ist hier genau richtig. Empfehlen kann ich die Optik ebenfalls im Bundle mit einem Achromaten, um die Naheinstellung von 50cm zu steigern. So kann der Fotograf gleich in den Makrobereich mit einsteigen.