Praxistest: Nikon D7100 + Sigma DC 17-70mm 2.8-4.0 OS HSM Contemporary + Sigma EF-610 DG Super

Praxistest: Nikon D7100 + Sigma DC 17-70mm 2.8-4.0 OS HSM Contemporary + Sigma EF-610 DG Super

Bei der Nikon D7100 übernimmt Nikon weitesgehend die Form der erfolgreichen Vorgängerin D7000. Das Gehäuse aus Magnesium-Aluminium-Legierung liegt sehr gut in der Hand und alle Funktionen lassen sich bequem erreichen. Wie die D800 ist die D7100 staub- und spritzwassergeschützt. Trotzdem wiegt das Gehäuse mit 765 Gramm etwas weniger als die D7000. Neu ist die i-Taste/Schnellmenü als Erweiterung zur Info Taste, um ausgewählte Funktionen schneller einstellen zu können. Über die Infotaste lassen sich zusätzlich viele Funktionen schnell und direkt über den Monitor erreichen ohne das Menü der Kamera zu benötigen. Das riesige Display mit 3.2 Zoll und 1,2 Millionen Bildpunkten ist sowohl von der Größe, als auch Bildqualität eine Augenweide. Selbst mit der Lupe und starker Ausschnittsvergrösserung bietet der Monitor einen echten Spaßfaktor. Der Sucher ist sehr hell und bietet eine 0,94% Suchervergrösserung mit 100% Bildfeld. Die Einstellräder haben genau das richtige Verhältnis und rasten bei den einzelnen Einstellungen sauber ein. Ein ungewolltes Verstellen passiert in der Praxis nicht. Das Moduswahlrad für Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung oder Serienbild lässt sich verriegeln, so dass auch hier das Verstellen vermieden wird.

Für Sport- und Naturfotografen die große Telebrennweiten benötigen bietet die D7100 die Bildfeldoption 1,3x. Das reduzierte Bildformat erzeugt einen digitalen Telekonverter mit einer Brennweitenverlängerung von 1.3x Die Auflösung beträgt in diesem Modus 15,4 Megapixel. So kann der Fotograf auch große Entfernung gut überbrücken. In diesem Modus steigt die Serienbildrate von 6 auf 7 Bilder.

Der neue Bildsensor mit 24 Megapixel verzichtet auf einen Tiefpassfilter und liefert eine noch höhere Detailschärfe. Um diese hohe Detailschärfe auch sichtbar werden zu lassen, sollten allerdings passende Optiken verwendet werden. Daher habe ich die D7100 auch mit dem neuen Sigma DC 17-70mm 2.8-4.0 OS HSM Contemporary getestet. Der AF-Betrieb mit 51 Messfeldern läuft sehr genau und präzise. Der Phasenerkennungsautofokus hat eine Empfindlichkeit bis -2LW und sorgt selbst bei sehr schlechten Lichtverhältnissen für eine präzise Scharfeinstellung. Im Live-View Betrieb über Monitor braucht der etwas langsamere Kontrast AF etwa 1,3 Sekunden.

In der ISO Automatik kann der Fotograf nun den maximalen zu verwendeten ISO-Bereich, als auch die längste Verschlusszeit manuell vorgeben. Belässt der Fotograf die Einstellung auf Verschlusszeit Automatik, passt die Kamera je nach verwendeter Brennweite zugunsten der Verschlusszeit oder des ISO-Wertes an. Die ISO-Automatik funktioniert in den üblichen Automatikprogrammen, als auch im manuellen Betrieb. Der fehlende Tiefpassfilter sorgt schon für eine höhere Detailzeichnung, trotzdem lässt wie auch bei der D5200 die Detailzeichnung und Auflösung ab 1600 ISO deutlich nach. Verwenden Sie daher die ISO-Automatik mit Bedacht und geben Sie nicht zu hohe Werte frei.

Das Sigma 17-70mm DC 2.8-4.0 OS HSM Contemporary ist eine Optik für viele Fotosituationen. Es bietet einen Brennweitenbereich äquivalent zu 25.5-105mm auf eine 35mm Kamera bezogen. Die neue Berechnung aus dem Hause Sigma stellt eine hohe Bildqualität zur Verfügung und ist ideal für Kameras in der Leistungsklasse einer Nikon D7100. Es vereint hohe Lichtstärke mit einer leichten Portraitbrennweite. Zudem ist die Naheinstellgrenze für den Einstieg in die Makrofotografie mit 22cm sehr gut. Die hochwertige Haptik und Verarbeitung passt sehr gut zur D7100. Der Zoomring läuft geschmeidig und weich. Der Bildstabilisator arbeiten ohne Ruckeleffekt.

In der Bildqualität schneidet es ebenfalls gut ab. Bei 17mm Brennweite mit offener Blende 2.8 treten leichte CA,s und Unschärfen im Randbereich auf. Bei Blende 4 waren diese schon nicht mehr sichtbar. In den Brennweiten 50mm und 70mm ist das 17-70mm C schon mit Offenblende knackscharf. Im Lieferumfang befindet sich die Gegenlichtblende. Ein Köcher fehlt leider. Dieser ist aber als extra Zubehör für 19,99 Euro oder im Set mit der Optik erhältlich.

Der Sigma EF-610 DG Super ist mit Leitzahl 61 sehr leistungstark und arbeitete einwandfrei mit der D7100 zusammen. Die gewählte Brennweite am Objektiv wird automatisch übertragen. Für indirektes Blitzen lässt sich der Blitzkopf drehen und schwenken. Sehr viele Funktionen der D7100 wie Kurzzeitsynchronisation, kabelloser Blitzbetrieb oder manuelle Einstellungen lassen sich schnell und ohne Aufwand umschalten. Im Portraitbereich hilft es nur bedingt den Blitz mit der Streuscheibe abzumildern. Hier würde ich eine echte Softbox wie den Profesional Blitzdiffusor, der für die Portraits verwendet wurde, immer vorziehen.

 

Fazit:
Die D7100 und das 17-70mm C harmonisieren sehr gut miteinander. Zu der ISO-Automatik der D7100 passt das Objektiv mit seiner hohen Anfangslichtstärke ganz hervorragend. Zudem ist das Contemporary 17-70mm für eine Optik mit der Anfangslichtstärke 2.8 eine sehr kleine, kompakte Konstruktion. Bei dieser Kombination stimmt nicht nur die Bildqualität, sondern auch Haptik und Ergonomie. Das leistungsstarke Blitzgerät EF-610 DG Super ergänzt die Kombination perfekt und ist die richtige Lösung für aufwendigere Lichtlösungen, denn mit dem eingebauten Blitz der D7100 stößt der Fotograf schnell an Grenzen.